Ein Leben ohne Hunde ist für mich nicht denkbar und als ich 1970 meinen ersten eigenen Hund, einen Langhaarteckel bekam, um
mit diesem einen Hundeübungsplatz zwecks Erziehung auf zu suchen, war meine Liebe zum Hundesport geboren.
Mit ihm schaffte ich die VPG 1.

Mein erster Schäferhund war eine graue Kurzhaar-Hündin aus der Leistungszucht, mit der ich dann beim SV unter dem
 Zwingernamen "vom Schloß Ebersberg" zu züchten begann.

Als 1986 in einem Wurf ein Langstockhaar-Rüde dabei war, wurde von der Familie beschlossen, diesen zu behalten,
obgleich wir wussten, dass die Variante Langstockhaar im SV nicht erwünscht war und mehr oder weniger nur geduldet.

Dass der Langstockhaar dann auch noch als "Zucht- "ausschließender Fehler" galt und für die Zucht nicht mehr
zugelassen wurde, war die Krönung des Ganzen.

Zufällig hörte ich, dass es einen Langhaar-Schäferhunde-Verband Deutschland (kurz LSVD genannt) gab, der es sich zum Ziel
gesetzt hatte, diese Variante des Schäferhundes zu erhalten und reinerbig weiter zu züchten, natürlich unter den gleichen
Zuchtbedingungen wie der SV sie hatte.

Da ich mich mit den Zielen dieses Verbandes identifizieren konnte, wurde ich Mitglied und stellte meinen Langstockhaar-Rüden
"Arko vom Schloß Ebersberg", der LSVD-Zucht zur Verfügung. Arko war ein sehr arbeitsfreudiger Rüde. Er erreichte auf
der Deutschen Meisterschaft des DVG 1991 von 85 Hunden einen 9. Platz mit 286 Punkten.

 Meine SV Zucht habe ich dann aufgegeben und begann1994  meine Langstockhaar-Zucht im LSVD e. V.
 

Unsere erste Langstockhaar-Zuchthündin wurde unsere "Heike vom Flughafenrand", (genannt Cora). Sie war eine tolle
 Leistungshündin und eine fürsorgliche Hundemama.
Da Cora in 3 Würfen nach verschiedenen Rüden immer nur 3 Welpen brachte, habe ich sie aus der Zucht genommen,
 Sie verfügte über die höchste Ausbildungsstufe Schutzhund 3 und wurde von meiner Tochter Silke auch überregional
in der Jugend geführt. Cora wurde 15 Jahre alt.

Um weiter züchten zu können, erwarb ich mit 11 Monaten im April 1996 unsere "Gipsi von der Grafschaft Wolfram".
Sie kannte keinerlei Gehorsam und hatte dazu noch ein überschäumendes Temperament, gepaart mit Härte
und einer guten Portion Sturheit. Sie war keine leicht führige Hündin und zeigte uns mit ihrer Art oftmals unsere Grenzen
 auf. Gipsi wurde von meiner ältesten Tochter Ines ausgebildet und zur VPG 3 geführt.
Auch sie wurde 15 Jahre alt.

Aus dem 2. Wurf unserer Gipsi entschloss ich mich, einen grauen Hündinnen-Welpen zu behalten. So fiel meine
Wahl auf unsere "Eshra vom Schloß Ebersberg". Eshra wurde von meiner jüngeren Tochter Silke ausgebildet
und verfügte
über das Ausbildungs-Kennzeichen VPG 3, IP3.


Im März 2006 wurde unser Rudel um unsere "Hinjah von der Lobdeburg" erweitert. Sie war eine Hündin mit viel Potential
und sehr guten Nerven. Mit 2 3/4 Jahren hat sie sich kurz vor ihrer IPO3 eine schwere Sportverletzung zugezogen,
die mich dazu veranlasst hat, sie aus dem Leistungssport raus zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte Hinjah über
das Ausbildungskennzeichen IPO2,FH1.  Sie war eine fürsorgliche Hundemama und  hat uns tolle Würfe gebracht.
 Leider musste ich Hinjah schweren Herzens im Mai 2017 mit 11 1/4 Jahren wegen eines geplatzten Milztumors über
 die Regenbogenbrücke gehen lassen.
 Aus ihrem ersten Wurf, unserem "O-Wurf", stammt die Hündin Onawa, die 2016 Fährten-Bundessiegerin beim SV wurde.
 

Ende August 2011 zog ein kleiner Wirbelwind mit Namen " Jana vom Recklinghäuser Kreuz" bei uns ein. Sie sollte zu
gegebener Zeit, was die Zucht betrifft, die Nachfolge unserer Hinjah antreten. Leider wurde bei ihr mittlere
 Hüftgelenksdysplasie festgestellt. Man merkt ihr nichts an, sie ist ein lebender Springball und muss deshalb
 ausgelastet werden. Jana hat die IPO3 und ist mit ihren 6 1/2 Jahren top fit.
 

Anfang Mai 2014 bekam unser Rudel Verstärkung durch unsere "Qwaai von der Traubeneiche". Die "Mädels"
verstehen sich blendend. Qwaai wurde mit besten Ergebnissen geröngt und ist uneingeschränkt für die Zucht
verwendbar. Sie hatte mit 3 Jahren ihren ersten Wurf von 9 Welpen, den sie selbständig innerhalb von zwei
Stunden problemlos auf die Welt gebracht hat. Qwaai wird im Februar vier Jahre alt und verfügt über das
Ausbildungskennzeichen IPO3.

Am 06. Januar 2018  zog mit 8 Wochen ein neues Familienmitglied bei uns ein.
 Es ist dies der Langstockhaar-Rüde "Ares von der Hässelmühle"
. Ares ist ein schwarz-gelber Rüde mit sehr guten Nerven.
Mal sehen, was aus dem "kleinen Mann" mal werden wird.


Unsere Hunde verfügen über sehr viel Spieltrieb, gepaart mit einem guten Wesen und Nervenstärke.
Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass der Langstockschäferhund eine Beschäftigung braucht, um eine ganzer “Kerl “
zu werden. Ob Sie nun mit dem Hund z.B. im Schutzhunde- oder Rettungshundebereich, im Breitensport- oder im
 Agilitybereich arbeiten, ist ihre Entscheidung. Beschäftigt sollte er jedoch werden, in welcher Form auch immer, denn
 das entspricht seinem Naturell.


Was erwarte ich von den zukünftigen Welpenkäufern?

Die zukünftigen Welpenkäufer möchte ich, sofern es möglich ist, noch vor dem Wurf persönlich kennen lernen.
Der Welpenkäufer sollte den Eindruck haben, hier bekomme ich einen gesunden, gut geprägten Hund und ich als Züchter
denke, der Welpe bekommt ein gutes Zuhause, dann passt es meistens. Arbeitet der Welpenkäufer später mit dem Hund,
finde ich es optimal. Auch ist es mir wichtig, wo der Welpe hinkommt und wie er gehalten wird.
Zu meinen Welpenkäufern halte ich regelmäßig Kontakt, egal wie alt der Hund bereits ist. Auch finde ich es wichtig, dass
der Welpenbesitzer einen kompetenten Ansprechpartner hat, in diesem Fall den Züchter. Wird der Welpe beim neuen
Besitzer nur als Familienhund gehalten, sollte dieser mit seinem Welpen zumindest eine Welpenspielstunde besuchen.
Eine Begleithundeprüfung auf einem Hundeplatz abzulegen wäre wünschenswert, um nicht zu sagen, dies ist in der
 heutigen Zeit ein absolutes “Muss!“
Auch sollte der Welpenkäufer sein Tier mit 12 Monaten ausröntgen lassen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob mit dem
Hund sportlich gearbeitet wird oder nicht. Man hat dann einfach als Besitzer die Gewähr, mein Hund ist, was z.B. die Hüfte
und die Ellenbogen betrifft, gesund. Dem Züchter gibt es außerdem wichtige Hinweise auf die Verpaarung der beiden Elterntiere.
 

Wie wachsen unsere Welpen auf?

Unsere Welpen wachsen im Zwinger, Haus und Garten auf. Sie sind bei Abgabe mit 8 Wochen 4 mal entwurmt haben eine
 7 fach- Impfung und sind gechipt. Ab der 4. Woche lernen sie Kinder und Menschen aller Alterklassen kennen
 sowie Bodenbeschaffenheiten aller Art. Ab der 5. Wocheerkunden sie dann unseren Abenteuerspielplatz.
Dieser besteht u. a. aus Tunnel, Wippe, Rohren und Planschbecken, Wackelbrett und Bällebad, denn wie heißt es so schön!
Früh übt sich......
Die Gewöhnung an Halsband und Leine, sowie regelmäßige Autofahrten sind für uns selbstverständlich. Nach der Impfung
 besuchen wir mit den Welpen die Stadt, wo wir ihnen allerlei zeigen. Belebte Plätze, Enten, Tauben, Brückenübergänge,
 natürlich die Fußgängerzone, Unterführungen sowie belebte Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt,
wo Busse, Lastwagen und Autos vorbeidonnern.

Was ist das Ziel meiner Zucht?

Ziel meiner Zucht ist es, die Gebrauchstüchtigkeit des Langstockschäferhundes zu erhalten und gesunde, wesensfeste
 und mit einer guten Prägung ausgestattete Hunde mit geradem Rücken zu züchten, bei denen ein voller Familienanschluss
gewährleistet ist. Das Ganze im kleinen Rahmen. Züchten heißt für mich, die Rasse zu erhalten bzw. zu verbessern! Nicht
zu vermehren! Habe ich zu viele Hündinnen in der Zucht, kann ich beim besten Willen keine optimale Prägung vornehmen,
dazu fehlt dann einfach die Zeit. Als Züchter sollte man sich über Fachseminare regelmäßig weiterbilden. Auch mit
 jahrelanger Erfahrung kann man immer noch dazulernen.
Ein verantwortungsvoller Züchter sollte sich selbst gegenüber ehrlich sein , denn nur dann kann dieser in der
Zucht positiv etwas verändern.


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