Der Langstockhaar-Schäferhund

Der Langhaar-Schäferhunde-Verband Deutschland e. V. wurde 1984 von Liebhabern dieser Rasse gegründet.
Diese Variante des Deutschen Schäferhundes gab und gibt es auch heute noch. In den Zuchten des SV fallen immer
 wieder Würfe, wo langstockhaarige Welpen dabei sind.
Ich selbst hatte 1986 in einem “Kurzhaar“ Wurf einen Langstockhaarigen dabei und entschloss mich dann, diesen zu
 behalten. Zu dieser Zeit wurde diese Variante zwar beim SV als unverwünscht eingestuft, trotzdem war es möglich, diese
Tiere in Körklasse II ankören zu lassen.
Im März 1991 wurde dann der Standard des deutschen Schäferhundes bei der F.C.I. geändert und fortan wurde unser
 Langstockhaar-Schäferhund als zuchtausschließender Fehler eingestuft.

Es blieb deshalb dem LSVD , über den ich züchte, der im Januar 1991 beim VDH einen Antrag stellte, die Aufnahme
in den VDH verwehrt. Die Mitglieder entschlossen sich jedoch, diese Variante des deutschen Schäferhundes auch ohne
 den Segen des großen Dachverbandes weiter zu züchten. Durch die seriöse und gewissenhafte Arbeit unseres Verbandes
erfreut sich der Langstockhaar“ zwischenzeitlich stetiger Beliebtheit. Unseren Mitgliedern und Welpenkäufern stehen wir
 mit Rat und Tat zur Seite. Wir bieten Aktivitäten rund um den Hund, wie Stammtische, Wanderungen, Schauen und
Pokalkämpfe an, um ein freundschaftliches Miteinander zu fördern, zu pflegen und um unseren Langstockhaarigen einer
 breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Mittlerweile hat der SV seit einiger Zeit wieder den Langstockhaarschäferhund mit Unterwolle anerkannt, aus
welchen Gründen auch immer! Trotzdem hat sich der LSVD e.V. für die Eigenständigkeit entschieden, denn dort,
 wo der Langstockhaar-Schäferhund 20 Jahre lang als zuchtausschließender Fehler galt, fühlen wir uns nur geduldet.

Zuchtziel des LSVD ist es, das friedfertige und ausgeglichen Wesen sowie die Gebrauchstüchtigkeit zu erhalten und zu
fördern. Durch ausgewogene aber strenge Zuchtbestimmungen und Kontrolle der Züchter gilt unser Augenmerk
natürlich auch der Gesundheit der Tiere und wir hoffen, diese Variante des deutschen Schäferhundes zu dem zu
machen, was er sein soll. Ein Hund, der durch seine Schönheit, seine Leistungsfähigkeit und sein ausgeglichenes,
 gutes Wesen als idealer Familien- und Gebrauchshund besticht.

Im Standard unterscheidet sich der Langstock-Schäferhund in einigen Punkten von seinem kurzhaarigen Bruder.
Er zeichnet sich durch längeres, nicht immer gerades und nicht eng am Körper anliegendes Haarkleid aus. Die Haare im
Ohrinnern, hinter den Ohren, auf der Rückseite des Unterarmes, meist auch in der Leistengegend sind erheblich länger und
bilden Fahnen. An den Keulen sind die Hosen lang und dicht. Auch die Rute ist buschig mit leichter Fahnenbildung nach unten.
Der Langstockhaar-Schäferhund weist die gleiche Unterwolle auf wie sein kurzhaariger Bruder. Er verfügt über die gleichen
Gebrauchshundeeigenschaften und findet deshalb seinen Einsatz auch als Polizei- Wach- Begleit- Schutz- Hüte-
 Blinden- und Rettungshund.

Er ist aufmerksam, gehorsam, intelligent und unbefangen im Umgang mit dem Menschen.
In der Regel verfügt der Langstockhaar über einen geraden Rücken. Auch fällt er hinten nicht so ab, ist also nicht
 überwinkelt. Die Widerristhöhe bei Hündinnen beträgt 55 cm - 62 cm, bei Rüden 62 cm - 68 cm.
Gezüchtet wird er in den Farben schwarz mit hellgrauen, gelben, braunen und karottenbraunen Abzeichen sowie
 schwarzem Sattel und schwarzer Maske. Einfarbig schwarz oder grau mit dunkler Wolkung sind ebenfalls zulässig.

 

 

 


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